Michel kompakt

St. Michaelis ist eine der schönsten Barockkirchen Norddeutschlands. Der Turm mit der unverwechselbaren Kupferhaube ist das Wahrzeichen Hamburgs. Der Hamburger Michel hat viele Facetten. Es lohnt sich, diese Kirche zu besuchen.

Wir möchten Ihnen an dieser Stelle eine knappe Darstellung der wichtigsten Fakten zum Michel geben.

 

Die Kirche in Zahlen

Der Kirchenraum ist 52m lang, 44m breit und 27m hoch. Der Altar hat eine Höhe von 20m. In der Kirchen finden mehr als 2.500 Menschen Platz.

Der Turm ist 132m hoch. In 82 Metern Höhe befindet sich die Aussichtsplattform. Die Turmuhr ist mit einem Durchmesser von 8m die größte in Deutschland. Der lange Zeiger misst 5m, der kleine 3,6m Länge. Jeder Zeiger wiegt 130kg. Im Turm befinden sich 6 Glocken und 2 Schlagglocken für die Turmuhr.

 

Geschichte der Kirche

um 1600: Erste Michaeliskapelle auf dem Friedhof außerhalb der Stadtmauern. 1606 wird die Kapelle zu einer kleinen Michaeliskirche ausgebaut.

1647 - 1661: Im letzten Jahr des Dreißigjährigen Krieges beginnen die Baumeister Corbinus und Marquard mit dem Bau der erste großen Michaeliskirche, 200m westlich der kleinen Kirche. Sie steht nun innerhalb des erweiterten Stadtgebietes, in der Neustadt.

1685: Die Kirche wird neben den vier Hauptkirchen St. Petri, St. Nikolai, St. Katharinen und St. Jacobi die fünfte Hauptkirche in Hamburg.

1750: Die erste große Michaeliskirche brennt durch einen Blitzschlag ab.

1750 - 1762: Die Baumeister Prey und Sonnin erbauen die zweite große Michaeliskirche im Stil des Barock. Von 1777 bis 1786 konstruiert Sonnin den Turm ganz in Holz mit der typischen Kupferverkleidung.

1906: Lötarbeiten im Turm lösen einen verheerenden Brand aus. Die Kirche wird total vernichtet.

1906 - 1912: Bau der dritten großen Michaeliskirche. Zugrunde liegen die alten Pläne, die nun jedoch innerhalb der verbleibenden Mauern in Stahl und Beton ausgeführt werden.

1943 - 1945: Die Bombenangriffe auf Hamburg ziehen auch St. Michaelis stark in Mitleidenschaft.

1952: Wiedereinweihung der Kirche. Nur noch der Taufstein und der Gotteskasten sind von 1763.

1983 - 2009: Grundlegende Erneuerung des Turmes, Sanierung der Krypta, der Außenfassade und des Kirchenraumes.

(Ausschnitt von Textvorlage von offizieller Michel-Homepage http://www.st-michaelis.de/index.php?id=606)
Singen ist die schönste Form des Gottesdienstes.
(Martin, Bass)